CuraHome Intensivpflege | Was macht man als Intensivpfleger?
Was macht man als
Intensivpfleger?
Als examinierte Pflegefachkraft in der Intensivpflege versorgen Sie Menschen, deren Gesundheitszustand kontinuierlich überwacht und medizinisch unterstützt werden muss – sei es auf einer Intensivstation im Krankenhaus oder im Rahmen der außerklinischen Intensivpflege direkt im häuslichen Umfeld.
im Rahmen der außerklinischen Intensivpflege direkt im häuslichen Umfeld. Die Tätigkeit verbindet pflegerische Sorgfalt mit dem sicheren Umgang mit hochkomplexer Medizintechnik und erfordert die Fähigkeit, in kritischen Momenten besonnen und schnell zu handeln.
Kerntätigkeiten im Überblick
Überwachung und Monitoring
Zur täglichen Arbeit gehört die engmaschige Beobachtung aller relevanten Körperfunktionen: Herzfrequenz, Blutdruck, Sauerstoffsättigung, Atemfrequenz und neurologischer Zustand werden kontinuierlich erfasst und bewertet. Entscheidend ist dabei nicht nur das Ablesen einzelner Werte, sondern das Erkennen von Veränderungen über die Zeit – ein Blick fürs Gesamtbild, den examinierte Pflegefachkräfte in der Intensivpflege durch Erfahrung und Fachweiterbildung entwickeln.
Beatmung und Medizintechnik
Pflegefachmänner und Pflegefachfrauen in der Intensivpflege bedienen und überwachen Beatmungsgeräte, Überwachungsmonitore sowie weitere lebenserhaltende Systeme. Bei Patientinnen und Patienten mit einem Tracheostoma gehören Stoma-Pflege und der Wechsel der Trachealkanüle ebenso dazu wie das regelmäßige Absaugen von Atemwegssekret. Ziel ist eine stabile, sichere Beatmungssituation – und, wo immer möglich, die schrittweise Unterstützung beim Übergang zur eigenständigen Atmung.
Medikamente und Behandlungspflege
Die Verabreichung von Medikamenten, Infusionen und Injektionen nach ärztlicher Anordnung sowie die Beobachtung von Wirkung und Nebenwirkungen ist ein zentraler Bestandteil des Alltags. Hinzu kommen die Versorgung von zentralvenösen Zugängen, PEG-Sonden und Blasenkathetern sowie fachgerechte Verbandwechsel bei komplexen Wunden.
Grundpflege und Mobilisation
Intensivpflege bedeutet auch: Körperpflege, Mundpflege, Unterstützung bei der Ernährung und das Wechseln von Inkontinenzprodukten. Ebenso gehört die fachgerechte Lagerung zur Vorbeugung von Druckgeschwüren (Dekubitusprophylaxe) sowie erste Bewegungsübungen zur Erhaltung der Mobilität zum Tätigkeitsprofil.
Notfallmanagement
Intensivpflegerische Arbeit erfordert ständige Bereitschaft für unvorhergesehene Situationen. Bei akuten Verschlechterungen leiten examinierte Pflegefachkräfte sofort lebenserhaltende Maßnahmen ein, bis ärztliche Unterstützung hinzukommt. Das nötige Know-how dafür wird in der Fachweiterbildung Intensivpflege und Anästhesie gezielt trainiert.
Begleitung von Angehörigen
Gerade in der außerklinischen Intensivpflege spielen Angehörige eine besondere Rolle. Pflegefachmänner und Pflegefachfrauen unterstützen Familien nicht nur durch Information und Anleitung im Umgang mit Medizintechnik, sondern auch durch einfühlsame Begleitung in belastenden Situationen – ob bei langfristiger Versorgung, in palliativen Phasen oder bei der Bewältigung des Pflegealltags.
Wo arbeiten Pflegefachkräfte in der Intensivpflege?
Neben der klassischen Intensivstation im Krankenhaus bietet die außerklinische Intensivpflege einen zunehmend wichtigen Einsatzbereich: in der 1:1-Betreuung im häuslichen Umfeld oder in spezialisierten Intensivpflege-Wohngemeinschaften. Hier arbeiten examinierte Pflegefachkräfte in der Regel ohne das unmittelbare Hintergrundnetz einer Klinik – was ein hohes Maß an Eigenverantwortung, Urteilsvermögen und fachlicher Sicherheit voraussetzt.
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